Supervision & Moderation von Gruppen


Der Leiter des Altenheims hat mich eingeladen, die Altenpfleger*innen zu supervidieren. Ich freue mich. Engagierte Menschen wollen darüber sprechen, wie sie ihre Arbeit gestalten, welche Belastungen sie erleben, mit den alten Menschen, mit ihren Kolleginnen und Kollegen und mit ihren Chefs.

 

Ich bin pünktlich da: Ein Aufenthaltsraum mit einfacher Bestuhlung. Ein Flipchart steht bereit. Der Raum füllt sich. Am Ende sind es 22 Leute. "Wie komme ich mit jedem einzelnen ins Gespräch? Aber toll, soviel Motivation!" Ich stelle mich vor, sage, dass wir eineinhalb Stunden Zeit haben. Da kommen die ersten Fragen. Ob ich mal kurz definieren könne, was denn Supervision sei. Ich spüre Widerstand. "Ob wohl alle freiwillig da sind? Welche Motivation hat sie hergebracht"?

 

Eine Vorstellungsrunde, Name, Hobbies, Kinder, Berufserfahrung....., finde ich langweilig und bei so vielen Anwesenden unergiebig. Ich entscheide mich für eine lebendige Aufstellungsarbeit und beginne mit der Frage nach dem Geburtsort.  Alle sollen den Fußboden als Landkarte sehen und sich dort hinstellen, wo sie geboren wurden. Einige finden das schwierig, können sich nicht orientieren: Erste Gespräche untereinander. Die meisten kommen aus der Gegend. Dann frage ich nach dem jeweils ersten Beruf, den sie in ihrem Leben erlernt haben. Das Ergebnis ist interessant, es zeigt den Fachkräftemangel: Es sind etliche Angelernte dabei, einer hatte seinen ersten Beruf im Sägewerk: "Da war es kalt und nass, und schwere Arbeit draußen und bei jedem Wetter." 

 

Nach diesem biografischen Ausflug geht es an die Frage: "Wozu sind wir eigentlich hier? Was will die Leitung von uns? Hat der Supervisor einen Auftrag von der Leitung?" Es ist Misstrauen in der Gruppe. Alle sind dienstverpflichtet. Es sind mehrere Hierarchiestufen im Raum. Die erste Sitzung endet mit einer Sammlung von Fragen am Flipchart. Ich erinnere mich an die Frage mit der höchsten Übereinstimmung: "Wozu müssen wir unsere Arbeit ständig dokumentieren? In dieser Zeit könnten wir besser mit den alten Menschen arbeiten."

Fazit: Die folgenden Sitzungen bringen eine gute Struktur in die Fragestellungen und schaffen Vertrauen. Effektiver wäre es gewesen mit

  • maximal 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 
  • einer Gruppe, die ständig zusammen arbeitet, z. B. ein komplettes Team mit den eigenen Sorgen und Nöten
  • mit anfänglicher Beteiligung der Leitung, die die Ziele erläutert

Das können wir gemeinsam tun:


Wenn es Konflikte in der Gruppe gibt, klären wir das in der Gruppe und sofort.Wenn es organisatorische Themen oder Konflikte gibt, die Ihre Gruppe nicht selbst entscheiden kann, ist es gut, solche Themen zunächst abzutrennen, denn sie können nicht in der Gruppe entschieden werden. Dann suchen wir einen Weg, wie ein solcher Konflikt in die richtige Ebene oder zur richtigen Person gebracht wird. Für sachlich/strategische Themen bietet sich eine Gruppenmoderation an. Ich berate Sie gern über das Mittel der Wahl.

Wann sind Sie bei mir richtig ?


Ich kann Sie anleiten zu reflektieren, sich darüber klar zu werden, welche Themen Sie direkt in der Gruppe miteinander klären. Und zu trennen von systemischen Unklarheiten, die Sie gar nicht ändern können.

Was ich Ihnen anbiete:


  • Supervision in Köln und Umgebung: Rösrath, Siegburg, Troisdorf, Overath, Engelskirchen.....
  • Moderation einer Konfliktklärung
  • Moderation zur strategischen Planung

Sie wünschen weitere Informationen; beispielsweise zu Kosten oder eine mögliche Kostenerstattung ? Kommen wir ins Gespräch. mehr...